Gesundheitsinfos

Gesundheitsnews aus der Apothekenwelt

GESTILLTE BABYS HABEN WENIGER VERHALTENSPROBLEME

Kinder, die vier Monate oder mehr gestillt werden, entwickeln laut Wissenschaftlern der Universitäten Oxford, Essex und des University College London später weniger Verhaltensprobleme. Für die Studie wurden die Daten von rund 10.000 Müttern und ihren Kindern ausgewertet. Verantwortlich für diesen Unterschied könnte die Zusammensetzung der Muttermilch oder eine bessere Interaktion zwischen Mutter und Kind sein. Stillen wird bereits mit anderen gesundheitlichen Vorteilen wie geringere Infektionsraten und seltenerer Fettsucht in Zusammenhang gebracht. Details der aktuellen Studie wurden in den Archives of Disease in Childhood http://adc.bmj.com veröffentlicht.

Das Team unter der Leitung von Maria Quigley von der University of Oxford untersuchte die Ernährungsgewohnheiten von 10.037 Müttern und ihren Kindern, die Teil der Millennium Cohort Study waren. Die Mütter wurden ersucht, die Probleme ihrer Kinder im Alter von fünf Jahren zu beurteilen. Dazu gehörten Ängstlichkeit, übertriebene Anhänglichkeit, Ruhelosigkeit sowie Lügen oder Stehlen. Lesen Sie weiter...

pressetext.redaktion; Ansprechpartner Michaela Monschein



MAMAS SÜßES GEHEIMNIS

In der Muttermilch sind zahlreiche Zuckerstoffe enthalten, von denen man noch gar nicht weiß, wozu sie gut sind. Sicher ist nur: Sie lassen sich nicht nachahmen.

Für den kleinen Moritz ist die Welt noch in Ordnung. Zufrieden liegt er an der mütterlichen Brust und saugt, was das Zeug hält. Hunger und Durst wollen gestillt werden, da kommt die energiehaltige und körperwarme Milch gerade recht. Und die Mischung stimmt ja auch: Fette, Proteine und Laktose sorgen für die Sättigung, Vitamine, Wachstumsfaktoren und Abwehrstoffe lassen den Säugling gedeihen und schützen ihn vor Infektionen.

Einige Bestandteile wird Moritz wohl kaum wahrnehmen, obwohl sie hochkonzentriert in der Muttermilch vorhanden sind: bis zu zweihundert verschiedene Mehrfachzucker, die im Vergleich zur Laktose nur leicht süßlich schmecken. Sie werden in der Brustdrüse aus fünf verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt, die zu kurzen oder längeren, verzweigten oder unverzweigten Ketten geknüpft werden. Einmal geschluckt, widerstehen diese Humanen Milcholigosaccharide (HMO) dem sauren Milieu im Magen des Säuglings. Auch die Verdauungsenzyme können den Zuckermolekülen nichts anhaben, so dass sie unverdaut bis in den Darm rauschen.

Von Ulrike Gebhardt, FAZ.net 09.05.2011 Zum Originalartikel hier.